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Peptide

Snap-8

Acetyliertes, von SNAP-25 abgeleitetes Octapeptid

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Artikelnummer: NL-SNAP8 Kategorie:

Beschreibung

Snap-8 (Acetyl-Octapeptid-3) ist das synthetische lineare Octapeptid Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-Ala-Asp-NH₂ mit N-terminaler Acetylgruppe und C-terminalem Amid; seine ersten sechs Aminosäuren entsprechen dem von SNAP-25 abgeleiteten Hexapeptid Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-NH₂ (Acetyl-Hexapeptid-8). Der Methioninrest ist oxidationsempfindlich — Vials verschlossen, kühl und lichtgeschützt lagern und oxidierende Puffer meiden.

Nur für Forschungszwecke. Snap-8 wird ausschließlich für In-vitro- und Laborforschung geliefert. Es ist nicht für die Anwendung an Menschen oder Tieren bestimmt, ist kein Arzneimittel, Lebensmittel, Kosmetikum oder Nahrungsergänzungsmittel und darf Menschen oder Tieren nicht verabreicht werden.

Snap-8: Was die veröffentlichte Forschung zeigt

Zusammengestellt von NADA-Labs aus der unten zitierten Fachliteratur. Keine eigenen Studiendaten.

Snap-8 (Acetyl-Octapeptid-3, auch als Acetyl-Glutamyl-Heptapeptid-3 geführt; Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-Ala-Asp-NH₂) ist ein synthetisches Octapeptid, das das Hexapeptid Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-NH₂ (Acetyl-Hexapeptid-8, in mehreren der zitierten Arbeiten Argireline genannt) C-terminal um Ala-Asp verlängert (Sequenzen nach Errante 2020, PMID 33195061). Das Hexapeptid wurde dem N-terminalen Ende von SNAP-25 nachgebildet4, dem synaptischen Protein, das Botulinumneurotoxin A spaltet (Blasi 1993, PMID 8103915), und in einem rationalen Designprogramm identifiziert3. Die Forschungsliteratur führt seine Aktivität vor allem auf eine Störung der Bildung und/oder Stabilität des SNARE-Komplexes zurück, der die Ca²⁺-abhängige Exozytose antreibt, und damit auf eine Hemmung der Neurotransmitterfreisetzung in vitro3. Zu Acetyl-Octapeptid-3 selbst wurden nur zwei Humanstudien gefunden, beide zu Mikronadelpflastern mit mehreren Inhaltsstoffen1,2; die übrigen nummerierten Studien betreffen das verwandte Hexapeptid in Zellassays, an exzidierter Haut, an Ratten und in kleinen Humanstudien3,4,5,6,7,8.

Evidenzbasis: Sehr schmal und überwiegend indirekt. Gefunden wurden nur zwei Arbeiten mit Acetyl-Octapeptid-3, beide Humanstudien zu sich auflösenden Mikronadelpflastern, in denen es einer von mehreren Wirkstoffen war: eine Split-Face-Studie gegen ein Placebopflaster nur aus Hyaluronsäure (n = 24 eingeschlossen, 21 mit Studienabschluss, 28 Tage)1 und eine monozentrische 12-Wochen-Studie ohne Kontrollgruppe (n im Abstract nicht angegeben)2. Eine In-vitro-, Tier- oder Humanstudie zu Acetyl-Octapeptid-3 als Einzelsubstanz fand sich in PubMed nicht. Die übrigen sechs Referenzen betreffen das verwandte Hexapeptid: die Designarbeit der Gruppe, die es entwickelt hat, mit In-vitro-Daten zum Mechanismus und einem Hauttopografie-Test an Probandinnen3, zwei kleine randomisierte, placebokontrollierte Humanstudien (n = 60 über 4 Wochen; n = 24 als Pilotstudie bei Blepharospasmus)4,5, eine kontrollierte Rattenstudie (n = 10 je Gruppe)6, eine In-vitro-Studie zur Hautpenetration7 und eine Zytotoxizitätsstudie an Zellen8. In einem Übersichtsartikel genannte Potenzangaben zu Snap-8 (Errante 2020, PMID 33195061) beruhen auf nicht begutachteter technischer Dokumentation, nicht auf einem veröffentlichten Experiment. Sechs der acht Arbeiten lagen nur als Abstract vor.

Schlüsselstudien im Überblick

Studie Modell Design Hauptergebnis
Shin 20241 Mensch, Erwachsene mit Falten im Augenbereich im Alter von 30-65 Jahren (n = 24 eingeschlossen, 21 mit Studienabschluss) Split-Face, placebopflasterkontrolliert, 28 Tage; sich auflösendes Mikronadelpflaster mit Acetyl-Octapeptid-3 und zwei weiteren Wirkstoffen vs. Pflaster nur aus Hyaluronsäure Alle Rauheitsparameter R1-R5 am Tag 28 mit Unterschied zu Placebo (p < 0,05); TEWL an den Tagen 7 und 14 mit Unterschied (p < 0,05); Elastizität ohne Unterschied; Werte nur in Abbildungen
Avcil 20202 Mensch, gesunde Probanden mit gealterter Haut (n im Abstract nicht angegeben) Monozentrisch, unkontrolliert, 12 Wochen; Mikronadelpflaster aus fünf Komponenten, darunter Acetyl-Octapeptid-3 Feine Linien/Falten -25,8 %, Hautfeuchtigkeit +15,4 %, dermale Dichte +14,2 %, dermale Dicke +12,9 %; keine Hautreaktionen berichtet; keine Kontrollgruppe
Blanes-Mira 20023 In vitro und gesunde Probandinnen (n nicht angegeben); verwandtes Hexapeptid Rationales Design; Assays zur Neurotransmitterfreisetzung und zum SNARE-Komplex; 30-tägiger Hauttopografie-Test; Tests auf orale Toxizität und primäre Reizung Neurotransmitterfreisetzung gehemmt, mit ähnlicher Potenz wie Botulinumneurotoxin A, aber deutlich geringerer maximaler Wirkung; Faltentiefe nach 30 Tagen um bis zu 30 % verringert; keine orale Toxizität und keine primäre Reizung berichtet (Testmodelle im Abstract nicht angegeben)
Wang 20134 Mensch, chinesische Erwachsene mit periorbitalen Falten (n = 60); verwandtes Hexapeptid Randomisiert 3:1, placebokontrolliert, topisch, 4 Wochen Subjektive Gesamtbewertung der Wirksamkeit 48,9 % vs. 0 % mit Placebo; Rauheitsparameter verringert (p < 0,01), unter Placebo keine deutliche Abnahme (p > 0,05)
Lungu 20135 Mensch, Patienten mit Blepharospasmus unter Botulinumtoxin (n = 24, 12 je Gruppe); verwandtes Hexapeptid Doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Pilotstudie, topische Lidcreme Nur ein Trend: Zeit bis zur Rückkehr zum JBRS-Ausgangswert 3,7 vs. 3,0 Monate; keine signifikanten Gruppenunterschiede nach 3 Monaten; keine schweren unerwünschten Ereignisse
Acuner 20266 Ratte, weibliche Wistar-Ratten, dorsaler Hautlappen, in vivo (n = 10 je Gruppe); verwandtes Hexapeptid Kontrolliert, vier Gruppen (Kochsalzlösung, Botulinumtoxin A, Hexapeptid, Kombination), subdermale Injektion, Lappenüberleben an Tag 10 Hexapeptid allein: Kollagenprofil nicht von der Kontrolle unterscheidbar, kein nachweisbarer Effekt auf Gewebeebene; Lappenüberleben ohne Unterschied (p = 0,327)
Kraeling 20157 Haut haarloser Meerschweinchen und menschliche Leichenhaut in Diffusionszellen, in vitro; verwandtes Hexapeptid 24-stündige Exposition gegenüber einer Öl-in-Wasser-Emulsion, Tape-Stripping, Schichttrennung, HILIC-MS/MS Großteil der aufgetragenen Menge abgewaschen; Stratum corneum 0,54 % (Meerschweinchen) und 0,22 % (Mensch), Epidermis 0,01 %; in Dermis und Rezeptorpuffer nicht nachweisbar
Grosicki 20148 Humane HEK-293-Nierenzellen, IMR-32-Neuroblastomzellen und primäre Hautfibroblasten, in vitro; verwandtes Hexapeptid Formazan-basierter Proliferationsassay, Konzentrationsreihe, IC50 vs. Doxorubicin Dosisabhängige antiproliferative Wirkung; signifikante Zytotoxizität erst bei 18- bis 10.000-fach höheren Konzentrationen als bei Doxorubicin; IC50-Werte nicht im Abstract

Humanstudien zu Zubereitungen mit Acetyl-Octapeptid-3 oder dem verwandten Hexapeptid

Studie Peptid und Zubereitung Population (n) Kontrolle Berichtetes Ergebnis und Verträglichkeit
Shin 20241 Acetyl-Octapeptid-3 mit zwei weiteren Wirkstoffen, sich auflösendes Mikronadelpflaster Erwachsene mit Falten im Augenbereich (24 eingeschlossen, 21 mit Studienabschluss) Pflaster nur aus Hyaluronsäure am anderen Augenbereich R1-R5 am Tag 28 mit Unterschied zu Placebo (p < 0,05); Elastizität ohne Unterschied; keine unerwünschten Wirkungen über 28 Tage beobachtet
Avcil 20202 Acetyl-Octapeptid-3 mit vier weiteren Komponenten, Mikronadelpflaster Gesunde Probanden mit gealterter Haut (n nicht angegeben) Keine Feine Linien/Falten -25,8 %, Hautfeuchtigkeit +15,4 %; keine primären oder kumulativen Hautreaktionen berichtet
Blanes-Mira 20023 Verwandtes Hexapeptid, Öl-in-Wasser-Emulsion Gesunde Probandinnen (n nicht angegeben) Im Abstract nicht angegeben Faltentiefe nach 30 Tagen um bis zu 30 % verringert (Hauttopografie); keine primäre Reizung berichtet (Testmodell im Abstract nicht angegeben)
Wang 20134 Verwandtes Hexapeptid, topisch Erwachsene mit periorbitalen Falten (n = 60, randomisiert 3:1) Placebo Gesamtbewertung der Wirksamkeit 48,9 % vs. 0 %; Rauheitsparameter verringert (p < 0,01); unerwünschte Ereignisse im Abstract nicht berichtet
Lungu 20135 Verwandtes Hexapeptid, Lidcreme, zusammen mit Botulinumtoxin Patienten mit Blepharospasmus (n = 24, 12 je Gruppe) Placebocreme gleicher Rezeptur Nur ein Trend, 3,7 vs. 3,0 Monate bis zum JBRS-Ausgangswert; keine schweren unerwünschten Ereignisse; leichte Lidreizung bei 2 vs. 2 Personen
Veränderungen von Hautparametern mit einem Pflaster aus fünf Komponenten, darunter Acetyl-Octapeptid-3
Veränderungen von Hautparametern mit einem Pflaster aus fünf Komponenten, darunter Acetyl-Octapeptid-3. Gesunde Probanden mit gealterter Haut, unkontrollierte 12-Wochen-Studie, Avcil et al. 20202. Veränderungen laut Abstract, Vorzeichen nach dessen Wortlaut; keine Kontrollgruppe; fünf Wirkkomponenten, nicht Acetyl-Octapeptid-3 zuzuordnen; n, Zeitpunkt und Streuung nicht angegeben. Daten: Avcil et al. 20202
Hautpenetration des verwandten Hexapeptids nach 24 h in vitro
Hautpenetration des verwandten Hexapeptids nach 24 h in vitro. Haut haarloser Meerschweinchen und menschliche Leichenhaut, Diffusionszellen, Kraeling et al. 20157. Prozent der aufgetragenen Menge laut Abstract; Acetyl-Hexapeptid-8, nicht Snap-8; der Großteil wurde abgewaschen; in Dermis und Rezeptorpuffer nicht nachweisbar (nicht gezeigt); Streuung nicht gezeigt. Daten: Kraeling et al. 20157

In den Studien berichtete Effekte

  • Pflaster mit Acetyl-Octapeptid-3, placebokontrollierte Split-Face-Studie. Bei Erwachsenen mit Falten im Augenbereich im Alter von 30-65 Jahren (24 eingeschlossen, 21 mit Studienabschluss) wurde über 28 Tage ein sich auflösendes Mikronadelpflaster mit Acetyl-Octapeptid-3, einem Ascorbinsäureglucosid und einem Salz einer zyklischen Lysophosphatidsäure auf einen Augenbereich und ein Placebopflaster nur aus Hyaluronsäure auf den anderen aufgebracht. Alle Hautrauheitsparameter R1-R5 unterschieden sich am Tag 28 zwischen beiden Seiten (p < 0,05); auf der aktiven Seite nahmen R1 und R3 an den Tagen 14 und 28 (p < 0,025) und Rz an den Tagen 7, 14 und 28 (p < 0,01) ab. Der transepidermale Wasserverlust unterschied sich an den Tagen 7 und 14 von Placebo (p < 0,05), der Augenlifting-Test an Tag 14, die Hautelastizität dagegen nicht; die Messwerte sind nur in Abbildungen angegeben1.
  • Pflaster aus fünf Komponenten, unkontrollierte 12-Wochen-Studie. Bei gesunden Probanden mit gealterter Haut (n im Abstract nicht angegeben) wurden Mikronadelpflaster auf Hyaluronsäurebasis mit einem Arginin/Lysin-Polypeptid, Acetyl-Octapeptid-3, Palmitoyl-Tripeptid-5, Adenosin und Algenextrakten an den äußeren Augenwinkeln und einem Areal der Unterarminnenseite aufgebracht. Das Abstract berichtet eine Abnahme feiner Linien/Falten um 25,8 %, eine Verbesserung der Hautfeuchtigkeit um 15,4 % und Zunahmen der dermalen Dichte um 14,2 % und der dermalen Dicke um 12,9 %, ohne Kontrollgruppe, Zeitpunkt oder Streuung; die Autoren diskutieren ein mögliches Zusammenwirken aller Inhaltsstoffe2.
  • Mechanismus des verwandten Hexapeptids (in vitro). Das Hexapeptid hemmte die Neurotransmitterfreisetzung mit ähnlicher Potenz wie Botulinumneurotoxin A, aber mit deutlich geringerer maximaler Wirkung als das Toxin; die Hemmung wurde auf eine Störung der Bildung und/oder Stabilität des für die Ca²⁺-abhängige Exozytose erforderlichen SNARE-Komplexes zurückgeführt3. Peptide, die dem Segment 22Ala-44Ile am N-Terminus von SNAP-25 nachgebildet sind, störten den binären Komplex aus SNAP-25 und Syntaxin und hemmten die Ca²⁺-abhängige Exozytose aus detergenzpermeabilisierten erregbaren Zellen (Blanes-Mira 2004, PMID 14675156); das Abstract gibt nicht an, dass das Hexapeptid oder Acetyl-Octapeptid-3 darunter war. Eine Mechanismusstudie zu Acetyl-Octapeptid-3 selbst wurde nicht gefunden.
  • Verwandtes Hexapeptid, randomisierte placebokontrollierte 4-Wochen-Studie. Bei 60 chinesischen Erwachsenen mit periorbitalen Falten, randomisiert im Verhältnis 3:1 auf das Hexapeptid oder Placebo, ergab die subjektive Gesamtbeurteilung (Klassifikation nach Daniell und Standard nach Seeman) eine Gesamtwirksamkeitsrate von 48,9 % vs. 0 % mit Placebo, und alle Rauheitsparameter von Silikonabdrücken der Haut nahmen mit dem Hexapeptid ab (p < 0,01), während unter Placebo keine deutliche Abnahme zu sehen war (p > 0,05)4.
  • Verwandtes Hexapeptid zusätzlich zu Botulinumtoxin bei Blepharospasmus. In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Pilotstudie (n = 24, 12 je Gruppe) bei Patienten mit regelmäßigen Botulinumtoxin-Injektionen wurde die topische Lidcreme zusammen mit einer Injektion begonnen. Die Zeit bis zur Rückkehr zum Ausgangswert der Jankovic Blepharospasm Rating Scale (JBRS) zeigte nur einen Trend zu einem längeren Intervall, 3,7 vs. 3,0 Monate; 4 von 12 Patienten der aktiven Gruppe hatten ein längeres Intervall der Symptomkontrolle (3,3-7,1 Monate), und die Werte der JBRS und der Blepharospasm Disability Scale unterschieden sich nach 3 Monaten nicht signifikant zwischen den Gruppen5.
  • Verwandtes Hexapeptid als Injektion in einem Hautlappenmodell der Ratte. Bei 40 weiblichen Wistar-Ratten (vier Gruppen zu je 10: Kochsalzlösung, Botulinumtoxin A, Hexapeptid, Kombination), die eine Woche vor dem Heben eines dorsalen McFarlane-Lappens subdermale Injektionen erhielten, unterschied sich das Lappenüberleben an Tag 10 nicht zwischen den Gruppen (p = 0,327). Das Hexapeptid allein ergab ein Kollagenprofil, das nicht von der Kontrolle zu unterscheiden war, während die Gruppen mit Botulinumtoxin A weniger Typ-I- und mehr Typ-III-Kollagen zeigten (p < 0,001) und die Kombinationsgruppe eine höhere Substanz-P-Expression (p = 0,002); die Autoren berichten keinen nachweisbaren Effekt des injizierten Hexapeptids auf Gewebeebene unter den geprüften Bedingungen6.
  • Hautpenetration des verwandten Hexapeptids (in vitro). Nach 24-stündiger Exposition von Haut haarloser Meerschweinchen und menschlicher Leichenhaut gegenüber einer Öl-in-Wasser-Emulsion in Diffusionszellen wurde der Großteil des Hexapeptids von der Oberfläche abgewaschen; der eingedrungene Anteil verblieb überwiegend im Stratum corneum (0,54 % und 0,22 % der aufgetragenen Menge), in der Epidermis beider Hauttypen fanden sich 0,01 %, und in der Dermis sowie im Puffer unter der Haut wurde kein Peptid nachgewiesen; der Metabolit H2N-EEMQRR-amid war in keiner Schicht nachweisbar7.

Berichtete Nebenwirkungen und Verträglichkeit

  • Pflaster mit Acetyl-Octapeptid-3, 28 Tage. Trotz wiederholter Anwendung auf derselben Hautstelle über 28 Tage wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet, und der Text führt Juckreiz, Stechen und Brennen als nicht berichtet auf; 3 der 24 eingeschlossenen Personen schieden aus, ohne dass im Text ein Grund genannt wird1.
  • Pflaster aus fünf Komponenten, 12 Wochen. Laut Abstract berichtete keine der Personen primäre oder kumulative Hautreaktionen; weitere Sicherheitsdaten, die Zahl der Personen und Studienabbrüche sind nicht angegeben2.
  • Verwandtes Hexapeptid in der Pilotstudie bei Blepharospasmus. Schwere unerwünschte Ereignisse wurden nicht verzeichnet; ein Patient der Placebogruppe brach vor dem Endpunkt aus nicht studienbezogenen familiären Gründen ab und wurde in die Sicherheitsauswertung einbezogen; 4 Personen (2 unter Hexapeptid, 2 unter Placebo) hatten eine leichte, selbstlimitierende Lidreizung, und der Diskussionsteil beschreibt bei 4 Personen leichte Beschwerden mit einem Schweregefühl der Augenlider, die eine augenärztliche Untersuchung als leichte, nicht septische Blepharitis im Zusammenhang mit der dicken Cremegrundlage einordnete; sie trat unter Wirk- wie Placebocreme auf und klang spontan ab5.
  • Toxizitäts- und Reizungstests des verwandten Hexapeptids. Die Designarbeit berichtet keine orale Toxizität in vivo und keine primäre Reizung bei den geprüften hohen Mengen; Spezies, Fallzahlen und Mengen nennt das Abstract nicht, und die Tests stammen von der Gruppe, die das Peptid entworfen hat3.
  • Zytotoxizität des verwandten Hexapeptids an humanen Zellen (in vitro). In HEK-293-Nierenzellen, IMR-32-Neuroblastomzellen und primären humanen Hautfibroblasten zeigte das Hexapeptid eine dosisabhängige antiproliferative Wirkung; signifikante Zytotoxizität trat je nach Zelltyp erst bei 18- bis 10.000-fach höheren Konzentrationen auf als bei der Referenzsubstanz Doxorubicin; IC50-Werte nennt das Abstract nicht8.
  • Fehlende Sicherheitsdaten. Toxikologische, pharmakokinetische oder Stabilitätsdaten und Daten zur systemischen Exposition zu Acetyl-Octapeptid-3 selbst wurden nicht gefunden. Die randomisierte Hexapeptid-Studie nennt Sicherheit als Ziel, berichtet im Abstract aber keine Daten zu unerwünschten Ereignissen4, die Rattenstudie nennt in ihrem Abstract keine6, und Daten zur Hautpenetration gibt es nur für das Hexapeptid7.

Grenzen der Evidenz. Eine begutachtete Studie zu Acetyl-Octapeptid-3 als Einzelsubstanz wurde nicht gefunden; die beiden einzigen Arbeiten, die es enthalten, prüften Pflaster mit drei bzw. fünf Wirkkomponenten, eines gegen ein Placebopflaster nur aus Hyaluronsäure und eines ganz ohne Kontrolle, sodass sich kein Ergebnis dem Octapeptid zuordnen lässt1,2. Die meisten Daten betreffen das verwandte Hexapeptid, dem die beiden C-terminalen Aminosäuren Ala-Asp fehlen, und eine Studie, die beide Peptide vergleicht, wurde nicht gefunden3,4,5,6,7,8. Die Humanstudien sind klein, soweit eine Fallzahl angegeben ist (n = 21 bis 60), und kurz (28 Tage bis 12 Wochen bei den Hautmessungen); Randomisierung und Verblindung sind für die Studie mit Placebopflaster nicht beschrieben1, und mehrere Abstracts machen unvollständige Angaben zu Fallzahl, Streuung oder unerwünschten Ereignissen2,3,4. Die Designarbeit und ihre Toxizitätsdaten stammen von der Gruppe, die das Hexapeptid entwickelt hat3. Die Endpunkte sind überwiegend instrumentelle Messungen der Hautoberfläche oder subjektive Bewertungen; die Pilotstudie bei Blepharospasmus zeigte nur einen nicht signifikanten Trend5, das injizierte Hexapeptid hatte bei Ratten keinen nachweisbaren Effekt auf Gewebeebene6, und in vitro fanden sich nur 0,01 % des aufgetragenen Hexapeptids in der Epidermis, während es in der Dermis nicht nachweisbar war7. Keiner der hier zusammengefassten Befunde belegt Wirksamkeit oder Sicherheit für irgendeine Anwendung außerhalb der beschriebenen Forschungsmodelle.

Literatur

  1. Shin JY, Han D, Yoon KY, Jeong DH, Park YI (2024). Clinical Safety and Efficacy Evaluation of a Dissolving Microneedle Patch Having Dual Anti-Wrinkle Effects With Safe and Long-Term Activities. Annals of Dermatology. PMID 39082657 DOI Humanstudie
  2. Avcil M, Akman G, Klokkers J, Jeong D, Çelik A (2020). Efficacy of bioactive peptides loaded on hyaluronic acid microneedle patches: A monocentric clinical study. Journal of Cosmetic Dermatology. PMID 31134751 DOI Humanstudie
  3. Blanes-Mira C, Clemente J, Jodas G, Gil A, Fernández-Ballester G, Ponsati B, Gutierrez L, Pérez-Payá E, Ferrer-Montiel A (2002). A synthetic hexapeptide (Argireline) with antiwrinkle activity. International Journal of Cosmetic Science. PMID 18498523 DOI
  4. Wang Y, Wang M, Xiao S, Pan P, Li P, Huo J (2013). The anti-wrinkle efficacy of argireline, a synthetic hexapeptide, in Chinese subjects: a randomized, placebo-controlled study. American Journal of Clinical Dermatology. PMID 23417317 DOI Humanstudie
  5. Lungu C, Considine E, Zahir S, Ponsati B, Arrastia S, Hallett M (2013). Pilot study of topical acetyl hexapeptide-8 in the treatment for blepharospasm in patients receiving botulinum toxin therapy. European Journal of Neurology. PMID 23146065 DOI Humanstudie
  6. Acuner B, Görgülü T, Işıktekin E, Kaymaz Morkoç E, Kargı AE (2026). Effects of Botulinum Toxin Type A and Argireline on Dermal Collagen Remodeling and Skin Biology in a Flap Model. Aesthetic Plastic Surgery. PMID 42675285 DOI
  7. Kraeling ME, Zhou W, Wang P, Ogunsola OA (2015). In vitro skin penetration of acetyl hexapeptide-8 from a cosmetic formulation. Cutaneous and Ocular Toxicology. PMID 24754410 DOI
  8. Grosicki M, Latacz G, Szopa A, Cukier A, Kieć-Kononowicz K (2014). The study of cellular cytotoxicity of argireline – an anti-aging peptide. Acta Biochimica Polonica. PMID 24644551

Dieser Abschnitt fasst Befunde aus der zitierten, begutachteten Fachliteratur zu Informationszwecken zusammen. Er ist keine Aussage über Wirksamkeit oder Sicherheit, enthält bewusst keine Dosierungs- oder Anwendungsangaben und stellt keine medizinische, veterinärmedizinische oder wissenschaftliche Beratung dar. Ergebnisse aus Zellkulturen oder Tiermodellen lassen keine Rückschlüsse auf Wirkungen beim Menschen zu.

Artikelnr.
NL-SNAP8
CAS
868844-74-0
Summenformel
C41H70N16O16S
Molekulargewicht
1075.2 g/mol
Lagerung
2–8 °C, protect from light

Sequenz

Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-Ala-Asp-NH₂

Weitere Informationen

Menge

10 mg

Mit bakteriostatischem Wasser rekonstituieren und den Strahl gegen die Glaswand richten, nicht direkt auf den Lyophilisatkuchen. Vorsichtig schwenken — nicht schütteln.

Das Material von selbst lösen lassen; bis zur vollständigen Auflösung können einige Minuten vergehen. Danach lichtgeschützt bei 2–8 °C lagern und innerhalb des im Zertifikat genannten Zeitfensters verwenden.

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